An den offenen Wohnbereich grenzt die Terrasse, die Carnevale dank ihrer Südausrichtung „Sonnendeck“ nennt. Sie verlängert den Wohnraum nach draußen – verkleidet mit hellem Travertin und etwas tiefer gelegt als die Rasenfläche, ist das Sonnendeck von der kleinen Straße aus nicht einsehbar.Beleuchtung: Vibia, Occhio
Um den Heizkamin von allen Bereichen aus genießen zu können, erhöhte das Architektenteam seine Position. Befeuert wird er vom Wohnzimmer aus – dank zwei Stufen, die mit der Sitzlandschaft verschmelzenden, ist die besondere Höhe kein Problem.Auch die Sitzlandschaft im offenen Wohnbereich ist ein Entwurf der Architekten. „Wir wollten ein integriertes Möbel haben, quasi ein Raumkontinuum, bei dem das Sofa in den Fußboden übergeht“, erläutert Carnevale die großzügige und gemütliche Sofalounge, die sich mit integrierten Abstellflächen und zwei mobilen Sitzelementen als extrem vielseitig erweist. Außerdem integrierten die Architekten eine Schublade in der Stufe unter dem Fernseher. Der zusätzliche Stauraum dient den Bauherren zur Aufbewahrung von DVD-Player und DVDs.
Der offene Grundriss der beiden Ebenen lässt sich bei Bedarf mittels zweier großer Schiebetüren zum Treppenhaus schließen. „So kann man unten auch mal eine Party feiern, während oben die Kinder schlafen“, erläutert Carnevale. Architekten in Ihrer Nähe
Ein besonderes Grundstück für ein besonderes Haus – dank der Beratung durch Roberto Carnevale entschied sich die Familie für ein polygonales Hanggrundstück mit einer Größe von etwa 1000 Quadratmetern.
8. Ausschwärmende KleiderhakenNicht nur eine Rutsche oder eine Feuerwehrstange bringen Spaß ins Haus. Hier reichen schon jede Menge zufällig angeordnete Kleiderhaken aus, um den Eingangsbereich mal anders zu gestalten.Noch mehr originelle Flurgarderoben
Versuche zur Furfurylierung von Massivhölzern gab es schon in den Fünfzigerjahren in den USA. In den Achtzigerjahren entwickelte eine kanadische Forschungsgruppe die Idee zu einem zweistufigen Produktionsprozess weiter, der 2001 in Kooperation mit dem Norsk Institutt for Skogforskning zur Gründung von Wood Polymer Technologies in Norwegen führte, wo Kebony erstmals in Produktion ging.Verarbeitet werden Laub- und Nadelhölzer wie Kiefer, Buche und Ahorn. Das Hauptprodukt ist Kebony-Kiefer, die zur Verkleidung von Fassaden und als Belag auf Terrassen eingesetzt werden kann. Nach der Herstellung sind die Gasemissionen des Holzes sehr gering, und bei der Verbrennung werden sogar weniger Schadstoffe freigesetzt als es bei unbehandeltem Holz der Fall ist.
Durch die Acetylierung erhält das Holz eine dunklere Färbung. Bei der Verarbeitung mit Säge oder Hobel entsteht ein leicht säuerlicher Geruch. Schrauben und Nägel aus Edelstahl sind obligatorisch, da sie nicht von der Säure angegriffen werden. Anders als es bei imprägnierten Hölzern der Fall ist, kann Accoya am Ende seines Lebens problemlos verbrannt werden.
6. Schuhe in die Röhre schiebenHalbschuhe, Turnschuhe und Sandalen wurden hier in die PVC-Rohre gesteckt. Für jedes Paar eine Fach: So behält man den perfekten Überblick, wie im Bienenstock die Bienen.
9. Ankleide Wandschrank mit Spiegel und SitzbankGarderobenschrank, Schuhschrank, Spiegel, Sitzbank … manchmal meint man, der Flur müsste mindestens so groß wie das Wohnzimmer sein. Dabei kann ein gutes Multifunktionsmöbel all diese Aufgaben übernehmen: Für einen Eingangsbereich mit größerer Wandfläche bietet sich ein Einbauschrank an, wie er in diesem Frankfurter Projekt von Kleebach Schmitt Bergmann zum Einsatz kam.Dank der schlichten Fronten mit Griffmulden wirkt der Raum nicht vollgestellt, und trotzdem hat man viel Fläche zum Ablegen von Schuhen und Jacken. Gleichzeitig gibt es im Vergleich zu Einzelmöbeln auch weniger in den Raum ragende Kanten, an denen man sich vorbeischlängeln muss, um in die Wohnräume zu gelangen. Das Highlight dieses Wandschrankes ist natürlich der eingebaute große Spiegel mit Sitznische davor.Mehr Tipps für die Flurgestaltung
Beim Kochen blicken die Bewohner auf das gemütliche Esszimmer mit Durchsichtkamin. Links ums Eck geht es in das offene Wohnzimmer, rechts in ein kleines Home Office und den Terrassenbereich. „Obwohl die Eigentümer eine sehr hochwertige Inneneinrichtung wollten, wirkt das Ergebnis wohnlich und familienfreundlich. Oft können teure oder schicke Materialien ja auch steril wirken“, sagt Falke.Der Boden sowie die maßgefertigte Tischplatte mit dezenter Waldkante (an der linken Seite) sind aus Eiche.
Dreh- und Angelpunkt ist die großzügige Wohnküche der Familie. Ausgestattet mit einem 4,50 Meter langen Betonblock von Küchenplaner Walter Wendel, einem Experten für Betonküchen. „Im Laufe des Umbaus haben wir uns immer wieder einen Scherz draus gemacht und die Küche den ‘Altar des Hauses’ genannt“, erzählt Falke lachend. In der Tat hat sie etwas Sakrales, mit all den indirekten Leuchten drumherum, die den massiven Block wie Kerzen erhellen. „Spannende Lichtgestaltung spielt bei unseren Projekten immer eine große Rolle. Gutes Licht hebt tolle Dinge hervor oder stellt weniger Schönes zurück.“Der Tresen mit Eckbank, der auf einem Betonsockel steht, ist ebenfalls ein Entwurf von Walter Wendel. Ein Sichtbetonstreifen am Boden soll beide Bereiche auch optisch miteinander verbinden.
Farbkonzept
Schon am Eingang ist die Materialkombination augenfällig. Die Wände um den Wohnraum bestehen aus 15 Zentimeter starkem Sichtbeton. Nach innen wurde eine Holzständerkonstruktion davor gebaut, die mit einer 25 Zentimeter starken Zelluloseschicht gedämmt ist. Außenwände, die über den eigentlichen Wohnraum hervorstehen, sind in 40 Zentimeter starkem Sichtbeton gefertigt. Die Holzleisten sind außen wie innen horizontal angebracht.Im zweigeschossigen Eingangsgebäude befinden sich unten Windfang, Garderobe, Gäste-WC, die Speisekammer und die Treppe in den Keller, oben sind ein Fitnessraum und ein Hauswirtschaftsraum untergebracht.
19. Zwischen Wipfeln ist RuhGemütliche 80 Zentimeter tief ist dieser breite Fenstersitz in einem Projekt von Architektur + Raum aus Kempten – dank des großen, ungewöhnlich geschnittenen Fensters wähnt man sich inmitten der grünen Baumkronen!
14. Mehr MeerblickWer den Pazifik vor dem Fenster hat, möchte ihn wohl nie aus dem Blick lassen. In diesem Haus in Kalifornien kann man ihn nicht nur vom Bett aus erhaschen, sondern auch von der gepolsterten Sitzbank vor dem Fenster.
Von außen bestimmt das Sitzfenster den Look der Fassade maßgeblich mit.
8. Im GlaskastenAuch dieser moderne Mini-Erker in einem Projekt von Platform 5 Architects im Londoner Stadtteil Hackney scheint wie durch die Fassade geschoben.
1. Sitzfenster mit Blick in die AlpenBei besonders tiefen Wänden und einem Fenster, das flächenbündig mit der Fassade abschließt, entstehen breite Fensternischen. Mit einem extra-tiefen Holzrahmen versehen werden sie zum perfekten Ausguck – in diesem sanierten Bauernhaus schweift der Blick über das Bergdorf La Grave der französischen Gebirgsgruppe Pelvoux.
1. Atmungsaktiv mit TerrastoneFür die Gestaltung dieser Badezimmer-Wand in München durch Terrawerk wurde Steinspachtel, Markenname Terrastone, gewählt. Terrastone besteht aus rein natürlichen Materialien unterschiedlicher Körnung, die mit Harz gebunden werden und lässt sich ähnlich wie Putz auftragen. Der mineralische Steinputz ist besonders fürs Bad geeignet, da er atmungsaktiv ist und Feuchtigkeit gut verträgt. Toller Nebeneffekt: Durch die feinen Strukturen und Farbpigmente wird eine lebendige Stimmung ins Bad gebracht.Dafür müssen Sie übrigens nicht unbedingt alle alten Fliesen und Tapeten vom Boden und der Wand reißen: der Spachtel kann auch darüber aufgetragen werden. Natürlich sollten Sie das – wie auch andere Arbeiten im Bad – nicht ohne einen versierten Fachmann tun.
Vor einer Wand aus Nussbaum steht der weiße Küchenblock. Als stilgebende Wandverkleidung taucht die Holzart im gesamten Wohnbereich immer wieder auf.
Schon vom Eingang erschließt sich der offene Wohnbereich. Die Bulthaup-Küche ist der erste Blickfang im Innenraum.
Geniale Türen
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